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Datum: 25.08.2026

Studierende zeigen beim Weißenfelser Stadtfest Konzepte für die Neustadt

Mit der Entwicklung der gründerzeitlichen Neustadt haben sich Studierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf über mehrere Semester hinweg auseinandergesetzt. Die Ideen und Entwürfe der angehenden Landschaftsarchitekten können Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Stadtfestes begutachten. Die Arbeiten werden am 29. August 2026, von 14 bis 18 Uhr im ehemaligen Müller-Kaufhaus ausgestellt. Interessierte können vor Ort auch mit Professorin Sonja Hörster ins Gespräch kommen und über die planerischen Konzepte der Studierenden diskutieren. Für Kinder gibt es ein Kreativangebot.

Die Zusammenarbeit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit der Stadt Weißenfels erfolgt seit dem Jahr 2023 im Rahmen des T!Raum-Projektes. Zum Neustadtfest am 25. September 2026 wird die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf erneut in Weißenfels zu Gast sein. Dann werden die Ergebnisse aus den Rückmeldungen vom Stadtfest präsentiert.

Auch eine Weiterführung der Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und der Saalestadt ist bereits in Planung. Im Oktober 2026 soll zusammen mit mehr als 20 Studierenden eine Projektwoche in der Neustadt durchgeführt werden. Unter Einbeziehung und Mitwirkung von Menschen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft möchten die Studierenden Prototypen für verschiebbare Sitzmöbel, Pflanzbeete sowie mobile Bäume in Pflanzkübeln entwerfen und kleine Modelle bauen. Im Mai 2027 sollen im Rahmen einer zweiten Projektwoche die Prototypen im Original-Maßstab nachgebaut und in der Novalisstraße aufgestellt werden. Im Rahmen eines Aktionstages könnten Bürgerinnen und Bürger in einer Modellstraße die mobilen Pflanzen und Stadtmöbel in verschiedenen Kombinationen testen und Rückmeldungen geben. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Quartier zu erhöhen und durch Grünpflanzen eine bessere Klimaanpassung des öffentlichen Raums zu erzielen. Der Ansatz macht klimagerechte, nachhaltige Infrastruktur mitgestaltbar und erlebbar. Das Risiko von Fehlinvestitionen in der Stadtentwicklung wird gesenkt. Freiraumplanung wird nicht am Plan, sondern live und 1:1 im öffentlichen Raum verhandelt.

Parallel zum T!Raum-Projekt hat die Stadt Weißenfels die Vorbereitungen für die Festlegung des Sanierungsgebietes „Neustadt Gründerzeit“ vorangetrieben. In diesem Zusammenhang wurde eine vorbereitende Untersuchung zum Sanierungsgebiet durchgeführt und ein Sanierungskonzept entwickelt. Im Juni 2026 erfolgte zu diesem Sachverhalt ein positiver Stadtratsbeschluss. Nach der Bekanntmachung im Amtsblatt fiel am 31. Juli 2026 der Startschuss für das Sanierungsgebiet „Neustadt Gründerzeit“. Die Stadt Weißenfels hofft damitweiterhin auf eine rege Beteiligung und das Engagement von Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Bewohnerinnen und Bewohnern zur Entwicklung der Neustadt.

Hintergrund:

Die T!Raum-Initiative „Handlungskompetenz der Kommunen stärken - Transfer durch Kokreation“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu überführen, um Lösungen für Strukturprobleme kleiner und mittlerer Städte ohne eigene Hochschulanbindung zu entwickeln, die auch in anderen Städten angewendet werden können. Im Fokus stehen hierbei Probleme, die aus dem demografischen Wandel und den Klimawandelfolgen entstehen. Die T!Raum-Initiative ist im Burgenlandkreis nicht nur in Weißenfels, sondern auch in Naumburg und Zeitz aktiv.