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Datum: 28.07.2026

Fördermittelantrag für INTEX zurückgezogen

Die Stadt Weißenfels hat sich in den vergangenen Monaten dafür eingesetzt, neue Perspektiven für das INTEX zu eröffnen. Ziel war es, gemeinsam mit dem Privateigentümer Wege zu finden, das leerstehende Industriedenkmal zu sanieren, um es anschließend einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen und somit wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In diesem Zusammenhang hat Oberbürgermeister Martin Papke den Eigentümer auf das Strukturwandel-Förderprogramm „Industriedenkmäler“ aufmerksam gemacht. Die Stadt Weißenfels hat ihn bei der Antragstellung unterstützt. Das INTEX wurde im Rahmen des Förderprogramms in einer ersten Auswahlrunde in den Kreis potenzieller Förderprojekte aufgenommen. Im weiteren Verfahren haben sich jedoch deutlich weitergehende Anforderungen seitens des Fördermittelgebers ergeben, insbesondere im Hinblick auf die konkrete Ausgestaltung und Nutzung des Gebäudes.

Die Stadt Weißenfels hat sich in den Gesprächen für eine flexible und tragfähige Lösung eingesetzt. Ziel war es, eine öffentliche Zugänglichkeit für Teile des Gebäudes sicherzustellen und gleichzeitig Raum für eine wirtschaftlich realisierbare Entwicklung zu lassen. Trotz konstruktiver Vorschläge konnte im Ergebnis keine gemeinsame Grundlage für eine Förderung unter den gegebenen Rahmenbedingungen erzielt werden. Vor diesem Hintergrund hat der Privateigentümer den Fördermittelantrag zurückgezogen.

„Ich bedauere sehr, dass der Bund im vorliegenden Fall der kommunalen Selbstverwaltung nicht den Vorrang gibt und den konsolidierenden Weg nicht mitgegangen ist“, sagt Oberbürgermeister Martin Papke. Er betont aber auch, dass unabhängig von der aktuellen Entscheidung die Entwicklung des INTEX ein wichtiges Anliegen der Stadt Weißenfels bleibt. Mit der Festlegung des Sanierungsgebietes „Neustadt Gründerzeit“, das ab dem 31. Juli 2026 in Kraft tritt, eröffnen sich dem Oberbürgermeister zufolge neue Möglichkeiten, die Zukunft des Areals ganzheitlich zu betrachten.

Die Stadt Weißenfels wird den Dialog mit dem Eigentümer fortsetzen und sich weiterhin für Lösungen einsetzen, die sowohl den Erhalt des Industriedenkmals als auch eine nachhaltige Nutzung im Sinne der Stadtentwicklung ermöglichen.