Zauber der Nerven. Novalis und die Neoromantik um 1900
Novalispreisträger Raphael Stübe spricht am 10. November 2026 in der BRAND-SANIERUNG über die Wiederentdeckung Friedrichs von Hardenberg, genannt Novalis, in der Neoromantik. Beginn ist um 18 Uhr, Einlass ab 17 Uhr. Gäste des Vortrags sind eingeladen, an dem Abend auch die Ausstellung „Und doch: Liebe“ zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
Um 1900 wird Novalis auf internationaler Ebene wiederentdeckt und zu einer geradezu mythischen Figur. Sein Werk, aber auch seine Lebensgeschichte werden zum Ausgangspunkt einer literarischen Bewegung, die sich als eine „Neuromantik“ versteht und sich für Biologie, Todestriebe und Nervosität interessiert. Der Vortrag skizziert das vergessene Profil dieser Neoromantik und verfolgt die Spuren von Novalis durch literarische Texte von Hugo von Hofmannsthal und Ricarda Huch bis zu Hermann Hesse. Dabei zeigt Stübe, auf welch verschlungenen Wegen Novalis auch international zu einem führenden Impulsgeber der literarischen Moderne wird.
Dr. Raphael Stübe arbeitet in der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit Anbindung an das Freie Deutsche Hochstift/ Deutsches Romantik-Museum.
Für seine Dissertation zur Neoromantik der Jahrhundertwende hat er im Jahr 2025 den Novalis-Preis gewonnen. Er forscht und lehrt zu den Grenzbereichen der Romantik, Entscheidungskrisen im Vormärz sowie Multioptionen der Gegenwart.
Der Vortrag findet in den Räumen der Weißenfelser BRAND-SANIERUNG (Novalisstraße 13) statt. Hier ist noch bis zum 14. März 2027 die gemeinsame Präsentation „Und doch: Liebe“ des Museums Weißenfels und der BRAND-SANIERUNG zu sehen.