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Datum: 04.11.2026

Ausstellung »Heinrich Schütz außer Haus I: Weißenfelser Schütz-Quellen« endet

Die Kabinettausstellung „Heinrich Schütz außer Haus I: Weißenfelser Schütz-Quellen“ endet am 6. November 2026. Kurator Maik Richter führt an dem Abend um 18 Uhr ein letztes Mal durch die Präsentation im Foyer des Weißenfelser Rathauses. Dort sind seit dem 18. September 2026 historische Quellen zu sehen, die Einblicke in die Geschichte der Familie Schütz und ihre enge Verbindung zur Saalestadt zeigen. Bislang lagerten sie in Weißenfelser Kirchen-, Museums- und Archivbeständen. Die Ausstellung öffnet außerdem am Donnerstag, 5. November 2026, von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Präsentation ist die erste Ausstellung des Heinrich-Schütz-Hauses nach seiner baubedingten Schließung im April 2026. Gezeigt werden unter anderem der Kaufvertrag für das heutige Heinrich-Schütz-Haus aus dem Jahr 1651, ausgewählte Stadtrechnungen und Kirchenbücher mit Taufeinträgen. Außerdem sind historische Drucke von Werken Heinrich Schütz’ aus dem 17. Jahrhundert zu sehen.

Der Ausstellungsort ist dabei selbst Teil der Geschichte: Im Vorgängerbau des heutigen barocken Rathauses, der 1663 durch einen Brand zerstört wurde, hatten bereits Mitglieder der Familie Schütz wichtige Ämter inne. Heinrichs Großvater Albrecht Schütz war unter anderem Ratsherr und Kämmerer der Stadt. Sein Vater Christoph Schütz bekleidete ebenfalls mehrfach die Ämter des Ratsherrn, Kämmerers und Stadtrichters und wurde sogar 1619 und 1622 zum Bürgermeister von Weißenfels gewählt.

Zu dieser Zeit hatte sein Sohn Heinrich bereits eine außergewöhnliche musikalische Karriere eingeschlagen und war zum Hofkapellmeister des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. aufgestiegen. Damit bekleidete er das höchste musikalische Amt, das ein Lutheraner in der damaligen Zeit im deutschsprachigen Raum erreichen konnte. „Die Ausstellung macht sichtbar, wie tief die Familie Schütz in der Stadtgeschichte von Weißenfels verwurzelt war“, erklärt Maik Richter, promovierter Leiter des Heinrich-Schütz-Hauses Weißenfels. Über ein Jahrhundert lang, von 1571 bis 1672, lassen sich Spuren der Familie und Heinrich Schütz’ selbst in Weißenfels nachweisen. Die Kabinettausstellung lädt dazu ein, diesen anhand authentischer historischer Quellen nachzugehen.

Die Ausstellung „Heinrich Schütz außer Haus I: Weißenfelser Schütz-Quellen“ gilt als Auftakt einer Reihe, mit der das Heinrich-Schütz-Haus auch während seiner baubedingten Schließzeit mit seinen Themen und Sammlungen in Weißenfels präsent bleibt.