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Datum: 02.04.2025

Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung von Weißenfels

13. April 2025

Vom 12. bis 14. April 1945 erreichten Soldaten der 69. US-Infanteriedivision die Stadt Weißenfels und leiteten damit das Ende der Kriegshandlungen und des faschistischen Regimes in der Saalestadt ein. Im Jahr 2025 jährt sich dieser historische Tag zum 80. Mal. Aus diesem Anlass laden die Stadt Weißenfels und die Bundeswehr zu einer Gedenkveranstaltung ein, um der Opfer von Krieg, Gewalt und Unterdrückung zu gedenken und die Bedeutung der Befreiung für nachfolgende Generationen zu reflektieren. Die Gedenkveranstaltung findet am 13. April 2025 um 10 Uhr an den Badanlagen statt und steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen.

Oberbürgermeister Martin Papke hat mit Zeitzeugen gesprochen, die als Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Ihre Erinnerungen und Erlebnisse fließen in seine Festrede ein. Zudem werden die Gespräche als Tonaufnahmen und Transkriptionen dem Museum Weißenfels zur Verfügung gestellt. Oberbürgermeister Papke betont: „Die Geschichten der Zeitzeugen sind existenzielle Erfahrungen, die uns daran erinnern, wie wichtig Frieden und Demokratie sind. Es ist unsere Verantwortung, diese Erinnerungen an die kommenden Generationen weiterzugeben.“
Generalarzt Dr. Bruno Most hebt die enge Zusammenarbeit der Bundeswehr mit der Stadt Weißenfels hervor, die sich unter anderem in Projekten wie dem „Lauf gegen Gewalt“ und der Kriegsgräberfürsorge zeigt. Für ihn ist es essenziell, dass Weißenfels neben dem zentralen Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai auch einen eigenen lokalen Gedenktag etabliert, der sich konkret auf die Befreiung der Stadt bezieht. Die Bundeswehr unterstützt auch die Vorbereitungen der Veranstaltung an den Badanlagen, einem historischen Ort, an dem die US-Truppen ihr Lager aufschlugen. Dr. Most erklärt dazu: „Ein Gedenktag für Weißenfels, der sich auf die tatsächlichen Ereignisse vor Ort bezieht, macht Geschichte greifbarer und persönlicher. Die Befreiung unserer Stadt verdient eine besondere Würdigung.“

Die bisherigen Gedenkveranstaltungen der Stadt Weißenfels bedürfen einer Weiterentwicklung: Welche Fragen beschäftigen junge Generationen im Zusammenhang mit der Vergangenheit? Wie kann Erinnerungskultur lebendig und zugänglich gestaltet werden? Schülerinnen und Schüler tragen aktiv zur Aufarbeitung der Geschichte bei. Im Rahmen des Projekts #lestweforget haben vier Schulen in Weißenfels insgesamt neun Projekte erarbeitet. Darunter befindet sich unter anderem ein Musical der Beuditzschule (Premiere am 9. Mai 2024 um 19 Uhr in der Beuditzschule), eine Neuinterpretation der Freiheitsstatue sowie die Gestaltung eines Museumsraums in der Schule. Auch das Goethegymnasium, die Neustadtschule und die Berufsbildenden Schulen haben sich mit kreativen Projekten beteiligt. Das Projekt #lestweforget wird vom Amt für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt und läuft noch bis Ende Mai 2025.