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Mitmach-Angebote, Hiphop und Infostände beim Neustadtfest

Die Weißenfelser Neustadt feiert am 30. September 2022 ein großes Stadtteilfest. Vor dem Neustadtbüro am Neumarkt 6 und im Neustadtpark ist von 14 bis 18 Uhr jede Menge los. 40 Akteure – darunter Firmen, Institutionen, Vereine und Ehrenamtliche – gestalten ein abwechslungsreiches Programm. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu dem Fest eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Im Neustadtpark wird eine Hüpfburg aufgestellt. Außerdem gibt es eine Bastelstraße, wo Kinder unter anderem zusammen mit Mitarbeiterin der Volkshochschule Vogelhäuschen aus recyceltem Müll herstellen können. Sandra Lange von der Floralwerkstatt Lange aus Langendorf gestaltet Herbstkränze mit Interessierten. Das Team vom Museum bietet ein Mit-Mach-Theater an, bedruckt Leinenbeutel und hat Luftballongrüße im Gepäck. Katja Köhler und Iris Panzer sind ebenfalls mit Kreativangeboten dabei. Auch Kinderschminken, Zöpfe flechten und Armbänder knüpfen gehören zum Angebot. Sport-Fans kommen beim Neustadtfest ebenfalls auf ihre Kosten. Bei den Fußballern von Rot-Weiß Weißenfels können die Gäste ihre Schussgeschwindigkeit messen lassen. Um den Ball geht es auch beim MBC, der im Neustadtpark eine Basketballkorb aufstellt. Vor Ort sind zudem Mitglieder des Kreisangelvereins, die ihren Sport vorstellen. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Neustadtbüros bauen einen Parcours mit Outdoor-Spielzeug auf. Die Kinderfeuerwehr ist mit großer Gerätschaft ebenfalls dabei.

Auf der Bühne sorgen unter anderem die Mitglieder des Tanzsportclubs Blau-Gelb Weißenfels mit Kinder- und Showtanz sowie Hiphop für Stimmung. Auch vier Sänger des Vereins „Christliche Integration und Zusammenleben“ präsentieren Musik. Hiphop ausprobieren kann man während eines Workshops desTanzsportclub Blau-Gelb Weißenfels. Zudem können die Besucherinnen und Besucher beim Open-Air-Yoga mitmachen und die Kampfkunst von Vo-Dao-Vietnam anschauen. Die Kinder der Kita Kleeblatt der INTEGRA treten ebenfalls auf. Frank Hyß, Verantwortlicher bei der Stadtverwaltung für den neuen Inklusionsspielplatz im Neustadtpark, stellt den Gästen die Pläne für den neuen Spielplatz vor, welcher noch in diesem Jahr errichtet wird.

Am Neustadtbüro können sich Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen sozialen Themen informieren. So sind unter anderem die Caritas, die Malteser, das Deutsche Rote Kreuz und die AWO mit Infoständen vor Ort. Die Mitarbeiterinnen der Netzwerkstelle „Frühe Hilfen“ des Jugendamts klären am Neumarkt 6 Fragen rund um die Entwicklung und Versorgung von Kindern und zur Elternschaft. Für die Themen Bildung und Arbeit stehen Beschäftigte der Agentur für Arbeit, der Berufsbildenden Schulen, der Handwerkskammer, des Bildungszentrums der ASKLEPIOS Klinik, der Bildungsträger PEM und BVU sowie der BemA – Beratung migrantischer Arbeitskräfte zur Verfügung. Ebenfalls vor Ort sind die Verbraucherzentrale mit ihrer Energieberatung, der Internationale Bund, die Familienkasse und die Migrationsagentur.

Beim Neustadtfest ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. So gibt es einen Grillstand des Unternehmens Tönnies. Das Deutsche Rote Kreuz baut seine Zuckerwattemaschine auf. Die Mitglieder des Frauenarbeitskreises sind mit einem Kuchenbasar auf dem Fest vertreten. Die AWO Weißenfels und der Förderverein der Kita „Anne Frank“ bieten Getränke an. Schülerinnen und Schüler des Goethegymnasiums haben Hot Dogs im Gepäck. Die Muslimische Gemeinde Weißenfels e. V. bietet zudem arabische Süßigkeiten an. Und am Stand von Polonia Weißenfels können polnische Leckereien probiert werden. Die Weißenfelser Stadtwerke sind mit ihrer Wassertheke vor Ort.

Nach dem Neustadtfest öffnet die Brandsanierung ihre Tür. Die Künstlerin Christina Simon aus der Neustadt lädt um 19 Uhr zur Vernissage „O teure Küsse und glückliche Wälder: Wie steht es um Arkadien“ in die Novalisstraße 13 ein.

Das Neustadtfest wird organisiert vom Amt für Gleichstellung und Integration der Stadt Weißenfels. Es ist nach 2018 und 2019 die dritte Auflage des Stadtteilfestes. Das Fest kann nur stattfinden dank des Engagements von Bürgerinnen und Bürgern der Neustadt und weiterer Partner.

Sport frei im Neustadtpark

Zu einem Sportnachmittag im Neustadtpark sind Bürgerinnen und Bürger ab sofort immer jeden zweiten Donnerstag im Monat von 15:30 bis 17 Uhr eingeladen. Los geht es am 8. September 2022. Kinder, Jugendliche und Familien können vor Ort verschiedene Sportarten ausprobieren. Dazu zählen Fußball sowie Fitness-Trends wie Hula-Hoop und Seilspringen. Das Equipment stellt die Stadt Weißenfels. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von Ehrenamtlichen begleitet. Auf Wünsche wird eingegangen. So können vor Ort in der Gruppe beispielsweise auch Bewegungsspiele wie Verstecken gespielt werden.

Der Sportnachmittag ist der Auftakt des Projektes „Draußen Ort Neustadtpark Weißenfels“, für das die Stadt Weißenfels Fördergelder in Höhe von 30.000 Euro von der Robert-Bosch-Stiftung erhalten hat. Das Geld wird bis Ende 2023 für die Koordination der Ehrenamtsprojekte eingesetzt, um den Neustadtpark als Ort der Begegnung erlebbar zu machen. Wer Ideen für Freizeitangebote und Veranstaltungen hat und sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich gerne im Neustadtbüro am Neumarkt 6 melden (Telefonnummer: 03443 8209720).

Staatssekretärin besucht Neustadtbüro

Susi Möbbeck, die Staatssekretärin im Sozialministerium des Landes Sachsen-Anhalt, war am 25. August 2022 zu Besuch im Weißenfelser Neustadtbüro. Zusammen mit lokalen Akteuren sprach sie über Möglichkeiten der Stadtteilarbeit. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie sich Migration in Weißenfels auf das Zusammenleben auswirkt und welche Strategien die Saalestadt bei der Integration entwickelt. Mit vor Ort waren unter anderem auch die Landtagsabgeordneten Elke Simon-Kuch und Rüdiger Erben sowie der Weißenfelser Oberbürgermeister Martin Papke.

„Weißenfels ist beim Migrationsanteil gleichzusetzen mit Magdeburg und Halle, hat aber mit dem vorhandenen Verwaltungsapparat gar nicht die Möglichkeiten einer Großstadt. Ich begleite deshalb schon seit vielen Jahren die Situation hier vor Ort“, sagt Susi Möbbeck, die zuletzt im Jahr 2018 die Saalestadt besuchte. In den vergangenen Jahren hätten Gesetzesänderungen von Bund und Land zur Leiharbeit und zum Wohnraum direkte Auswirkungen auf die EU-Arbeitsmigration in Weißenfels gehabt. Die Staatssekretärin wollte sich deshalb ein Bild von der aktuellen Lage verschaffen.

Dabei war auch der „Weißenfelser Weg“ ein Thema. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein neuer Kurs, den die Stadt Weißenfels bei der Integration von Ausländern und beim Umgang mit EU-Arbeitsmigration einschlägt. Erstmals werden hierfür die Stadt Weißenfels und der Burgenlandkreis, die beide unterschiedliche Pflichtaufgaben haben, fachübergreifend zusammenarbeiten. „Das gemeinsame Vorgehen ist sehr wichtig“, sagte Susi Möbbeck. Die Eröffnung der Migrationsagentur des Burgenlandkreises in Naumburg sei ein richtiger Schritt gewesen. Trotzdem begrüße sie es außerordentlich, dass der Burgenlandkreis im Fall der Stadt Weißenfels von seiner Zentralisierungsstrategie abweicht und stattdessen direkt vor Ort tätig wird. „Die Herausforderungen sind in Weißenfels am größten. Die Hilfe wird hier am dringendsten benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass die agierenden Personen hier vor Ort zusammenarbeiten“, sagte die Staatssekretärin.

Für den „Weißenfelser Weg“ werden neue Strukturen und Personalstellen geschaffen. So richtet die Stadt Weißenfels ab 1. September 2022 eine Clearingstelle im Einwohnermeldeamt ein. Hierfür wurde eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Sie wird nach kurzer Einarbeitung ab Oktober für alle zugezogenen Migranten der Erstkontakt in Weißenfels sein. Pro Jahr sind das insgesamt etwa 2.000 Personen. Im Zusammenhang mit der Anmeldung wird die neue Mitarbeiterin mit den Familien ein Ankunftsgespräch führen, bei dem Informationen erfasst werden, die für die Integration und für Aufgaben der Stadtverwaltung relevant sind. Der verlängerte Arm der Clearingstelle ist die aufsuchende Sozialarbeit, die durch den Burgenlandkreis sichergestellt wird. Auch das Schulteam, das aus Mitarbeitern des Landkreises und der Saalestadt besteht, profitiert von den Informationen. Schulverweigerung wird schneller erkannt und ihr wird konsequent entgegengetreten.

Ebenfalls ausgeschrieben hatte die Stadt Weißenfels eine Stelle für die Wohnraumkontrolle. Hier wird es eine Umbesetzung innerhalb des Ordnungsamtes geben. Wann der neue Mitarbeiter mit der Arbeit startet, ist abhängig von seiner Nachfolge. Ziel ist es, Hinweise auf Missstände in Wohnungen wie Lärm, Müll oder Baumängel entgegenzunehmen und daraufhin noch intensiver als bisher Wohnungen zu kontrollieren. Auch Überbelegung oder Verwahrlosung können eine solche Kontrolle zur Folge haben. Auf diese Weise sollen gesetzliche Mindestanforderungen durchgesetzt werden. Dazu werden auch Wohnungseigentümer und Verwalter ermittelt. Gegebenenfalls kann eine Wohnung gesperrt werden. Weitere Behörden wie das Jugendamt, die Polizei, das Gesundheitsamt, das Gewerbeamt oder die Bauaufsicht können hinzugezogen werden.

Susi Möbbeck will nun prüfen lassen, wie der „Weißenfelser Weg“ seitens des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt werden kann.

Sommerpause im Neustadtbüro

Das Neustadtbüro am Neumarkt 6 geht in die Sommerpause. Die Einrichtung ist vom 25. Juli bis 12. August 2022 geschlossen. In diesem Zeitraum finden keine Beratungen und Freizeitangebote statt. In dringenden Fällen wenden sich Bürgerinnen und Bürger direkt an die Netzwerkpartner.

Nach der Sommerpause sind die städtischen Mitarbeiterinnen wieder zu folgenden Zeiten im Neustadtbüro erreichbar:

Montag: 13-16 Uhr

Mittwoch: 10-18 Uhr

Donnerstag: 9-12 Uhr und 13-17 Uhr

Angebote für junge Eltern und Jobsuchende im Neustadtbüro

Die Elternsprechstunde für junge Familien im Neustadtbüro findet ab Juli 2022 immer mittwochs von 9 bis 10 Uhr (außer 1. Mittwoch im Monat) und damit eine Stunde eher als bisher statt. Start für die neue Beratungszeit ist der 13. Juli 2022. Die Mitarbeiterinnen der Netzwerkstelle „Frühe Hilfen“ des Burgenlandkreises klären am Neumarkt 6 Fragen rund um die Entwicklung und Versorgung von Kindern, die Elternschaft und das eigene Rollenverständnis. Sie leiten auch bei Unsicherheiten im Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern an. Das Angebot richtet sich an junge Eltern von Kindern bis zum dritten Lebensjahr.

Im Juli findet zudem wieder eine gemeinsame Sprechstunde der Agentur für Arbeit und des Jobcenters im Neustadtbüro statt. Von beiden Einrichtungen sind die Beauftragten für Chancengleichheit am 5. Juli 2022 von 13 bis 15 Uhr vor Ort. Wer Fragen zu Ausbildungs- oder Arbeitsstellen hat, sich über den (Wieder-) Einstieg ins Arbeitsleben informieren möchte oder nach Möglichkeiten zur Betreuung von Kindern sucht, kann gerne am Neumarkt 6 vorbeikommen.

Das Neustadtbüro hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2018 zu einem Ort der Begegnung und Beratung etabliert. Es ist Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Weißenfels. Diese können am Neumarkt 6 ihre Ideen und Anregungen für die Stadt sowie sämtliche Belange des täglichen Lebens an die Mitarbeiterinnen herantragen und finden vor Ort Hilfe zu verschiedenen Themenfeldern.

Erfolgreiche Premiere für das Europafest in Weißenfels

Das erste Europafest in Weißenfels lockte am 6. Mai 2022 etwa 140 Besucherinnen und Besucher ins Kulturhaus. Deutsche, Moldawier, Ukrainer, Rumänen, Bulgaren, Russen und Polen feierten friedlich zusammen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Oberbürgermeister Robby Risch und der Landtagsabgeordneten Elke Simon-Kuch. Auf der Bühne zeigten verschiedene lokale und internationale Tanzgruppen sowie Sängerinnen und Sänger ihr Können. Zudem sorgten eine Kampfkunst-Show und Kinderanimation für Begeisterung beim Publikum. Den Ausklang bildete eine Disco mit internationaler Musik. Nicht nur für die Seele, sondern auch für den Leib wurde gesorgt. Bei süßen Donuts, belegten Brötchen und reichlich Getränken feierten die Gäste bis zu später Stunde im großen Saal des Kulturhauses.

Das Europafest wurde im Rahmen der Europawoche 2022 gefeiert. Die Veranstaltung war eine gemeinsame Initiative des Vereins Christliche Integration und Zusammenleben e. V. und des Amtes Gleichstellung und Integration der Stadt Weißenfels. Für die Kooperation und Mitgestaltung des Europafestes bedanken sich die Initiatoren herzlich bei: Tanzsportclub Blau Gelb Weißenfels e. V., Tanzstudio Lattermann, Vo Dao Vietnam Schule Weißenfels, Frau Irina Himmel, Herrn Andrey Kalchev, Frau Irina Virlan, Duett Yasti, Valeriya Virlan, Anastasia Delibaltova, Nikolay Stotskiy, Hotel & Restaurant Jägerhof WeGaHo GmbH, Team Kulturhaus sowie bei allen ehrenamtlichen Helfer*innen.

Weißenfels lädt zum Europafest

Zu einem Europafest lädt die Stadt Weißenfels in Kooperation mit dem CIUZ-Verein am 6. Mai 2022 von 16 bis 22 Uhr ins Kulturhaus ein. Vor Ort gibt es ein Programm für die ganze Familie mit Kinderanimation, Tanz, Gesang und Disco. Unter anderem stehen Auftritte moldawischer Tänzer und Sänger auf dem Programm. Auch ein bulgarisches Tanzpaar wird auftreten. Bei der Veranstaltung können zudem Speisen und Getränke erworben werden. Der Eintritt für das Europafest ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Anlass für das Europafest in Weißenfels ist die internationale Europawoche, die in diesem Jahr vom 30. April bis zum 9. Mai stattfindet. Als fester Bestandteil der europapolitischen Aktivitäten stehen in diesen Tagen bundesweit zahlreiche Aktionen engagierter Vereine, Institutionen und Organisationen auf dem Programm. In Weißenfels findet zum ersten Mal ein Europafest statt.

Migrationsagentur sagt Sprechstunde im Neustadtbüro ab

Die Migrationsagentur des Burgenlandkreises kann bis auf weiteres keine Beratung mehr im Weißenfelser Neustadtbüro anbieten. Erst seit April 2022 waren Mitarbeiter der Agentur wieder jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr am Neumarkt 6 anzutreffen. Grund für die Absage ist Personalmangel. Die Anmeldung und Beratung der Ukraine-Flüchtlinge nehme viel Zeit in Anspruch. Da derzeit ein hoher Krankenstand und Urlaub hinzukomme, stünden keine Mitarbeiter für eine Sprechstunde in Weißenfels zur Verfügung.

Weißenfelser Gloria wird zum Atelier

Das Weißenfelser Gloria rückt dieser Tage wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Denn in dem ehemaligen Lichtspielhaus sind Künstler am Werk. Eine von ihnen ist Christina Simon von der Brandsanierung. Sie hat sich dafür eingesetzt, das internationale Projekt „Kunst an der Plakatwand“ nach Weißenfels zu holen. Zusammen mit den regionalen Künstlern Matthias Schöneburg aus Bad Bibra und Thomas Wieduwilt aus Schöneburg verwandelt sie für etwa fünf Wochen das Gloria in ein Atelier. Jeder gestaltet unter dem Motto „Blumen küssen Nachtigallen“ eine 3,60 Meter mal 2,60 Meter große Plakatwand. Dieser Aufgabe widmen sich zeitgleich auch drei Absolventen der hallensischen Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Die sechs Werke und mehr als 30 weitere kunstvoll gestaltete Plakatwände aus vorangegangenen Projektstationen von „Kunst an der Plakatwand“ werden im Juli und August 2022 an den Weißenfelser Badanlagen zu sehen sein.

„Wir wollen mit unserer Kunst der allgegenwärtigen Werbung etwas entgegensetzen“, sagt Christina Simon. Das Arbeiten im Gloria macht für sie dabei einen besonderen Reiz aus. „Das Haus stand einst für die Filmkunst. Wir machen nun mit einer anderen Kunstform wieder auf das Gebäude aufmerksam.“ Wichtig sei ihr bei dem Projekt zudem der Bezug zur Neustadt, um über die ästhetischen Arbeiten in dem Stadtviertel Bildung zu vermitteln. Der starke lokale Bezug spiegelt sich auch in ihrem Bild „Pappeln am Fluss“ wider, das an hiesige Saaleufer erinnert. Christina Simon, die für ihre Linolschnitte bekannt ist, arbeitet an der Plakatwand mit Schablonen und wetterbeständigem Graffitispray. 

Das Projekt „Kunst an der Plakatwand“ startete 1988 in Karlsruhe. Ziel ist es, Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren; also außerhalb von Museen und anderen etablierten Institutionen. Es ist Kunst zum Anfassen. Kein Glas und keine Lichtschranke trennen den Betrachter vom Werk. Diese schrankenlose Präsentation von Originalgemälden war für Künstler Matthias Schöneburg ein Grund, weshalb er bei dem Projekt mitmacht. „Es ist eine Ausstellung für alle Menschen. Wir können ein neues Publikum ansprechen“, sagt er. Auch das große Format reizt ihn. Schließlich habe er in seinem Atelier in Bad Bibra maximal für zwei Meter große Leinwände Platz.

Ähnliche Begeisterung rief „Kunst an der Plakatwand“ schon in der Vergangenheit bei unterschiedlichen Künstlern hervor. Das Projekt ging auf Wanderschaft. Künstler aus Berlin, Köln, Halle aber auch aus Oxford, Paris und Prag und aus vielen weiteren Städten kamen hinzu. Die entstandenen Bilder gingen auf Reisen. Sie versammelten sich auf Wiesen, in Parks, auf Plätzen und nun auch an den Weißenfelser Badanlagen. Auch die Werke von Christina Simon, Matthias Schöneburg und den anderen vier Künstlern werden künftig auf Wanderschaft gehen und somit vielleicht sogar international zu sehen sein. „Wir wollen die Stadt Weißenfels mit der Aktion im überregionalen Raum ins Gespräch bringen“, sagt Christina Simon.  

Deutsch lernen im Neustadtbüro

Deutschunterricht für Migrantinnen und Migranten bietet eine ehrenamtliche Dozentin ab 25. April 2022 im Weißenfelser Neustadtbüro am Neumarkt 6 an. Der Kurs ist kostenfrei. Teilnehmen können alle Interessierten. Herkunftsland und Aufenthaltsstatus spielen keine Rolle. Der Deutschunterricht findet zweimal wöchentlich montags von 15 bis 16:30 Uhr und donnerstags von 10 bis 11:30 Uhr statt. Die Anmeldung ist möglich unter 03443 8209720 oder 0157 85605133 oder integration@weissenfels.de . Migrantinnen und Migranten, die nur einen der beiden Termine wahrnehmen können, dürfen sich auch anmelden. Wer das Team ehrenamtlich als Sprachtrainer/in unterstützen möchte, kann sich ebenfalls gerne melden.

Neue Beratungs- und Freizeitangebote im Neustadtbüro und im Neustadtpark

Das Weißenfelser Neustadtbüro wird ab April 2022 wieder zum Ort der Begegnung und umfassenden Beratung. Die Caritas bietet jeden Montag von 13 bis 16 Uhr wieder ihre Migrationsberatung am Neumarkt 6 an. Ebenfalls wieder vor Ort sind die Verbraucherzentrale mit ihrer Energieberatung (jeden 2. Dienstag im Monat, 15-17 Uhr, Anmeldung über das Neustadtbüro erforderlich), die Migrationsagentur des Burgenlandkreises (mittwochs, 14-16 Uhr) und das Team der BemA – Beratung migrantischer Arbeitskräfte (mittwochs, 14-18 Uhr). Mit einem neuen Angebot ist das Jugendamt jeden Mittwoch von 10 bis 11 Uhr im Neustadtbüro. Die Mitarbeiter bieten eine Beratung für Schwangere und frisch gebackene Eltern an. Zwei Termine konnten zudem mit der Beauftragten für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit und des Jobcenters vereinbart werden. Sie ist am 31. Mai und am 28. Juni 2022, jeweils von 12:30 bis 15:30 Uhr im Neustadtbüro und berät unter anderem zu Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Arbeitsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderung und beruflichen Wiedereinstieg.  

Pandemiebedingt hatten die externen Beraterinnen und Berater während der vergangenen zwei Jahre ihre Dienste nur noch telefonisch angeboten. Da die Telefonate bei fehlenden Sprachkenntnissen oft nicht zielführend waren, entschieden sich die Mitarbeiterinnen des Weißenfelser Amtes für Gleichstellung und Integration dazu, den Bedarf nach persönlicher Beratung aufzufangen. Im Neustadtbüro informierten sie umfassend zu verschiedenen Themen. Ein unbürokratischer Schritt, denn ein solches Beratungsangebot gehört nicht zu den Pflichtaufgaben einer Kommune.

Mit der Rückkehr der externen Beraterinnen und Berater können die Mitarbeiterinnen des Neustadtbüros den Schwerpunkt jetzt wieder auf Begegnungen legen. So wird es ab April 2022 donnerstags von 15 bis 17 Uhr ein Kreativangebot der Weißenfelser Künstlerin Katja Köhler am Neumarkt 6 geben (außer 1. Donnerstag im Monat). Kinder und Eltern können dabei kostenfrei basteln und werkeln.

Als Ort der Begegnung soll auch der Neustadtpark stärker mit einbezogen werden. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine digitale Schatzsuche für den Park und die Neustadt entwickelt. Interessierte nutzen dafür die App „Actionbound“, die kostenfrei im App-Store von Appel oder im Play-Store von Google heruntergeladen werden kann. Mit dem darin enthaltenen Spiel „Neustadtpark 2021“ lässt sich Weißenfels' größtes Stadtviertel spielerisch erkunden. Beim nächsten Frühjahrsspaziergang ist damit Spaß für die ganze Familie garantiert.

Darüber hinaus gibt es bereits Vorbereitungen für einen Lauf gegen Gewalt, der voraussichtlich im Juni 2022 stattfinden wird. In Zusammenarbeit mit dem Caritas Familientreff „Die Brücke“ konnte zudem der wöchentliche Seniorensport aufrechterhalten werden. Auch das Spielmobil soll wieder Stopps in der Neustadt einlegen. Das Neustadtbüro und der Neustadtpark bieten zudem Möglichkeiten für Mini-Projekte von Ehrenamtlichen. Vorstellbar wären beispielswiese ein Familienpicknick, ein Skater-Workshop oder ein Yoga-Kurs für Senioren. Aber auch andere Ideen sind herzlich willkommen. Wer sich aktiv mit einem Freizeitangebot einbringen möchte, meldet sich im Neustadtbüro. Die Mitarbeiterinnen sind zu den Öffnungszeiten am Neumarkt 6 zu erreichen (montags 9-12 Uhr und 13-16 Uhr, mittwochs 10-18 Uhr, donnerstags 9-12 Uhr und 13-17 Uhr). Außerhalb dieser Zeiten ist der Kontakt auch per Telefon 03443 820 9720 und E-Mail stadtteilbuero@weissenfels.de möglich. 

Die Stadt Weißenfels begleitet die Ehrenamtlichen bei ihren Projekten. Jeder Bürgerin und jedem Bürger soll die Möglichkeit gegeben werden, aktiv das Leben in der Heimatstadt zu bereichern und die Begegnung von Menschen zu fördern. Die Stadt Weißenfels wird dafür eine Stelle für die Ehrenamtskoordination schaffen. Die/der neue Ansprechpartner/in für die vielen Ehrenamtler der Saalestadt soll Mitte des Jahres seine Arbeit aufnehmen. Die Ausschreibung der Stelle erfolgt zeitnah. Um Initiativen auch finanziell unterstützen zu können, haben Stadt und Burgenlandkreis zudem bei der Robert-Bosch-Stiftung einen Antrag auf Fördermittel gestellt.

Ziel aller Bemühungen ist es, dass das Neustadtbüro eine Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Weißenfels wird, sodass diese ihre Ideen und Anregungen für die Stadt sowie sämtliche Belange des täglichen Lebens an die Mitarbeiterinnen herantragen können.

Der Weißenfelser Weg

Der „Weißenfelser Weg“ wurde im Rahmen der Stadtratssitzung am 24. Februar 2022 erstmals umfassend der Öffentlichkeit vorgestellt. Dahinter verbirgt sich ein ganz neuer Kurs, den die Stadt Weißenfels bei der Integration von Ausländern einschlagen wird. Noch in diesem Jahr soll hierfür eine interkommunale Zusammenarbeit umgesetzt werden. Ein notwendiger Schritt, schließlich hat Weißenfels einen Ausländeranteil von 15 Prozent und versucht seit vielen Jahren, den Auswirkungen der EU-Arbeitsmigration entgegenzuwirken. Eine Stadt im ländlichen Raum muss folglich mit großstädtischen Herausforderungen umgehen. Der Weißenfelser Weg soll hierfür eine mögliche Lösung sein.

Ziel des „Weißenfelser Weges“ ist es, vorwiegend Familien aber auch Einzelpersonen aus dem Ausland schon direkt nach ihrer Ankunft in Weißenfels zu begleiten und in das System Deutschland mit seinen Regeln und Pflichten zu integrieren. Erstmals werden hierfür die Stadt Weißenfels und der Burgenlandkreis, die beide unterschiedliche Pflichtaufgaben haben, fachübergreifend zusammenarbeiten. Für diese Zusammenarbeit werden neue Strukturen und Personalstellen geschaffen.

Der „Weißenfelser Weg“ besteht aus fünf Organisationseinheiten: Clearingstelle, aufsuchende Sozialarbeit, Schulteam, Neustadtbüro/Stadtteilzentrum und Wohnraumkontrolle. Ab Juli 2022 werden alle Organisationseinheiten im Einsatz sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten eng zusammen und tauschen sich stetig untereinander aus.

Die Clearingstelle ist zusammen mit dem Einwohnermeldeamt ab Juli für alle zugezogenen Ausländer der Erstkontakt in Weißenfels. Im Zusammenhang mit der Anmeldung im Einwohnermeldeamt erfolgt ein Gespräch, bei dem Informationen erfasst werden, die für die Integration und für Aufgaben der Stadtverwaltung relevant sind. Kommt die Person alleine oder mit Familie? Wurden schulpflichtige Kinder bereits in der Schule angelmeldet? In welcher Wohnung und unter welchen Umständen lebt die Person? All diese Informationen sind von Interesse, um beispielsweise ausreichend Kita-Plätze vorzuhalten, die Schulpflicht durchzusetzen, den Bedarf an Sprachkursen zu ermitteln oder unzumutbare Wohnverhältnisse zu erkennen. Die Clearingstelle kann außerdem an Beratungsstellen verweisen, Informationsmaterial ausgeben und über verschiedene Angebote zur Integration informieren. Für die Clearingstelle wurde bei der Stadt Weißenfels eine zusätzliche Stelle im Haushalt 2022 eingeplant, die mittlerweile durch die Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt wurde. Die Stellenausschreibung erfolgt zeitnah.  

Der verlängerte Arm der Clearingstelle ist die aufsuchende Sozialarbeit. Über den Erstkontakt hinaus wird hier versucht, eine Lotsenfunktion einzunehmen. Dafür werden die ausländischen Mitbürger zuhause besucht. Dies geschieht auf Basis der Freiwilligkeit. Für die Bereitstellung der sozialpädagogischen Kräfte ist der Burgenlandkreis zuständig. Fallbezogen können diese vor Ort die Bürgerinnen und Bürger beraten und unterstützen. Ältere Kinder werden schnellstmöglich ins Schulsystem vermittelt. Die bei der Clearingstelle gemachten Angaben zur Familienkonstellation und zur Wohnsituation können auf Aktualität überprüft werden. Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten werden aufgezeigt. Je nach Bedarf sind wiederkehrende Besuche möglich. Ziel ist es, vorrangig Familien aber auch Alleinstehende zu integrieren und deren Lebensumstände gegebenenfalls zu verbessern. Werden Missstände entdeckt, erfolgt eine Rückmeldung an die zuständigen Verwaltungsbereiche.

Das Schulteam achtet auf die Einhaltung der Schulpflicht. Die bereits vorhandenen Verwaltungsfachkräfte bei der Stadt Weißenfels (zuständig für Grundschulen) und beim Burgenlandkreis (zuständig für weiterführende Schulen) profitieren von den neugewonnenen Informationen, die der „Weißenfelser Weg“ hervorbringt. Schulverweigerung wird schneller erkannt und ihr wird konsequent entgegengetreten. Das Team wird sich zudem für eine Stärkung von Schulen mit hohem Ausländeranteil einsetzen. Dafür werden auch landespolitische Entscheidungen notwendig sein. Für die Herder-Grundschule wird zudem eine Aufstockung der Arbeitszeit der Schulsekretärin geprüft. Ziel ist es außerdem, die Kitas stärker mit einzubeziehen, da hier die deutsche Sprache spielerisch gelernt werden kann und somit ein guter Schulstart ermöglicht wird.

Das Neustadtbüro hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2018 zu einem Ort des Vertrauens entwickelt. Es ist ein wichtiger Bestandteil des „Weißenfelser Weges“. Die Mitarbeiterinnen bieten am Neumarkt 6 Beratungen für die gesamte Stadtbevölkerung an. Sie haben ein offenes Ohr für alle Belange und können an die passenden Fachberatungsstellen und Netzwerkpartner verweisen. Vor der Corona-Pandemie gab es in Zusammenarbeit mit Vereinen, Ehrenamtlern und Institutionen zudem zahlreiche Freizeitangebote wie das Spielmobil, wöchentlicher Seniorensport, Bastelnachmittage oder einen Skater-Workshop. Diese Begegnungsmöglichkeiten sollen ab April 2022 wieder in das Programm aufgenommen werden, denn auf diese Weise können Vorurteile abgebaut und generationsübergreifende Begegnungen ermöglicht werden. Perspektivisch soll das Neustadtbüro zu einem Stadtteilzentrum weiterentwickelt werden. Ziel einer solchen Einrichtung muss es sein, gute Lebensbedingungen zu schaffen, Akteure zu vernetzen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und eine aktiv gelebte Nachbarschaft zu fördern. Langfristig soll das Stadtteilzentrum jedoch keine Aufgabe der Stadtverwaltung sein, sondern die eines freien Trägers.

Eine weitere Organisationseinheit des „Weißenfelser Weges“ ist die Wohnraumkontrolle. Die Stadt Weißenfels hat hierfür eine zusätzliche Stelle im Haushalt 2022 eingeplant. Die Stellenausschreibung erfolgt zeitnah. Die Mitarbeiterin/ der Mitarbeiter steht im ständigen Austausch mit der Clearingstelle, der aufsuchenden Sozialarbeit und dem Neustadtbüro. Gibt es Hinweise auf Missstände in Wohnungen wie Lärm, Müll oder Baumängel, wird die Wohnung kontrolliert. Auch Überbelegung oder Verwahrlosung können eine solche Kontrolle zur Folge haben. Ziel ist es, gesetzliche Mindestanforderungen durchzusetzen. Dazu werden auch Wohnungseigentümer und Verwalter ermittelt. Gegebenenfalls kann eine Wohnung gesperrt werden. Weitere Behörde wie das Jugendamt, die Polizei, das Gesundheitsamt, das Gewerbeamt oder die Bauaufsicht können hinzugezogen werden. Diese leiten dann Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation und zur Beseitigung der Missstände ein. Die Stadt Weißenfels und der Burgenlandkreis arbeiten hier erstmals Hand in Hand. Nachkontrollen sollen die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sicherstellen. Im Rahmen der Wohnraumkontrolle werden auch die Daten aus dem Melderegister abgeglichen.

Im Idealfall können durch das engmaschige Netz des „Weißenfelser Weges“ Brüche erst gar nicht entstehen. Melderechtliche und ordnungsrechtliche Verstöße werden direkt erkannt. Auf diese Weise wird die Stadt Weißenfels aufgewertet. Die Lebensqualität nimmt zu. Gebiete wie die Neustadt werden stabilisiert und können ihr Potential besser entwickeln. Die gesellschaftliche Benachteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wird abgemildert. Eine aktiv gelebte Nachbarschaft kann entstehen. Der „Weißenfelser Weg“ ist ein ergebnisoffener Prozess, dessen Gelingen auch von der freiwilligen Mitarbeit der ausländischen und einheimischen Bürgerinnen und Bürger abhängen wird. Es braucht Zeit, bis erste Effekte sichtbar sein werden.

Stadt Weißenfels richtet Amt für Gleichstellung und Integration ein

Die Stadt Weißenfels verfügt seit 1. Januar 2022 über ein Amt für Gleichstellung und Integration. Es ist direkt dem Oberbürgermeister unterstellt. Amtsleiterin ist Katja Henze, die seit dem Jahr 2012 als Gleichstellungsbeauftragte für die Stadt Weißenfels tätig ist. Zwei feste Mitarbeiterinnen, eine Bundesfreiwilligendienstleistende und eine befristete Mitarbeiterin unterstützen sie derzeit im Amt. Integration, Migration, die Arbeit mit älteren und behinderten Menschen, Stadtteilarbeit, Gemeinwesen, Ehrenamtskoordination – das sind nur einige Beispiele ihrer Aufgaben. „Die Bildung des Amtes ist ein wichtiges Zeichen nach außen“, sagt Katja Henze. „Es unterstreicht die Bedeutung der Aufgabe und zeigt, dass es notwendig ist, sich diesen Themen zu widmen.“

Die Beschäftigten des Amtes und der Verwaltung haben in den kommenden Monaten viel vor. So soll der sogenannte „Weißenfelser Weg“ umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine interkommunale Zusammenarbeit bei der Integration von Migrantinnen und Migranten. Die Saalestadt hat einen Ausländeranteil von 15 Prozent – für eine mittelgroße Kommune eine große Aufgabe. „Wir sind eine Stadt im ländlichen Raum mit großstädtischen Herausforderungen“, sagt Katja Henze. Ziel des „Weißenfelser Weges“ ist es, vorwiegend Familien aber auch Einzelpersonen aus dem Ausland schon direkt nach ihrer Ankunft in Weißenfels zu begleiten und in das System Deutschland zu integrieren. Erstmals werden hierfür die Stadt Weißenfels und der Burgenlandkreis fachübergreifend zusammenarbeiten. Die Saalestadt rechnet in diesem Zusammenhang mit einer Aufstockung des Personals. Im Haushalt 2022 wurden deshalb entsprechende Gelder eingestellt und mittlerweile durch die Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt. Details zum „Weißenfelser Weg“ werden im Rahmen eines Sonderstadtrates am 28. Februar 2022, um 17 Uhr im Kulturhaus vorgestellt (öffentliche Veranstaltung ohne Corona-Zugangsbeschränkungen).

Ein weiterer Schwerpunkt des Amtes für Gleichstellung und Integration ist das Neustadtbüro. Dieses hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2018 laut Katja Henze zu einem Ort des Vertrauens entwickelt. Die Mitarbeiterinnen bieten am Neumarkt 6 Beratungen für die gesamte Stadtbevölkerung an. Vor der Corona-Pandemie gab es zudem zahlreiche Freizeitangebote wie das Spielmobil, wöchentlicher Seniorensport, Bastelnachmittage oder einen Skater-Workshop. Diese Begegnungsmöglichkeiten sollen ab April 2022 wieder in das Programm aufgenommen werden. „Perspektivisch soll es auch ein Stadtteilzentrum geben; also einen Ort für alle Bewohnerinnen und Bewohner der Neustadt. Ziel einer solchen Einrichtung muss es sein, gute Lebensbedingungen zu schaffen, Akteure zu vernetzen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und eine aktiv gelebte Nachbarschaft zu fördern“, sagt Katja Henze und wirft damit einen Blick auf die Zukunft. Die Diplom-Sozialpädagogin betont aber auch, dass dies langfristig nicht Aufgabe der Stadtverwaltung sondern eines freien Trägers sein müsste.

Doch das Aufgabenspektrum des neuen Amtes Gleichstellung und Integration konzentriert sich nicht nur auf die Neustadt. Vielmehr gelten die Angebote, die dort gemacht werden für alle Menschen in Weißenfels. Das Team ist zudem Ansprechpartner für den Senioren- und für den Behindertenbeirat. Außerdem wirken sie beim Frauentag, der Seniorenwoche, dem Behindertensportfest, der Interkulturellen Woche, dem Lucia-Tag und vielen weiteren Veranstaltungen mit. Aktuell steht zudem das Thema Gewaltschutz auf der Agenda. Um all diese Aufgaben bewältigen zu können, wird für das Amt noch in diesem Jahr eine feste Mitarbeiterstelle ausgeschrieben. Auch ein/e Ansprechpartner/in für die vielen Ehrenamtler der Saalestadt soll Mitte des Jahres eingestellt werden.

Spiel und Spaß für alle

Der Weißenfelser Neustadtpark erhält im Jahr 2022 einen Inklusionsspielplatz. Die Spielgeräte sind rollstuhlgerecht und können von allen genutzt werden – unabhängig vom Alter und den individuellen Fähigkeiten. Die Stadt Weißenfels hat sich mit dem Projekt erfolgreich um Fördergelder aus dem LEADER-Programm (ELER) beworben. Der Vorsitzende der Leadergruppe „Montanregion Sachsen Anhalt Süd“ Andy Hauk überreichte am 29. November 2021 einen Fördermittelbescheid in Höhe von etwa 79.000 Euro an Oberbürgermeister Robby Risch. Die Gesamtkosten für den Inklusionsspielplatz schätzt die Stadt auf etwa 100.000 Euro. Vor Ort waren auch die Landtagsabgeordneten Elke Simon-Kuch und Rüdiger Erben.

„Seit mehr als drei Jahren suchen wir nach Finanzierungsmöglichkeiten für einen Inklusionsspielplatz im Neustadtpark. Das es nun klappt, ist großartig“, sagte Oberbürgermeister Robby Risch. „Wir schaffen vor Ort mehr Aufenthaltsqualität aber auch eine Möglichkeit, um sich zu treffen, sich zu bewegen und etwas zu erleben“, sagte das Stadtoberhaupt. Geplant sind unter anderem eine rollstuhlgeeignete Nestschaukel, ein barrierefreies Karussell, ein Rutschturm und eine Federwippe mit zwei Sitzen. Auf diese Weise können auch hilfebedürftige Menschen mit Begleitpersonen teilhaben. Der Spielplatz entsteht auf einer 450 Quadratmeter großen Fläche neben der Skateranlage.

Robby Risch kündigte an, dass in der Verwaltung derzeit geprüft wird, ob der Spielplatz um eine Outdoor-Fitnessanlage erweitert werden kann. Denkbar wäre demnach beispielsweise ein so genannter Calisthenics-Spielplatz, auf dem Menschen jeden Alters Sport mit dem eigenen Körpergewicht machen können. Ziel sei es zudem, die Bürgerinnen und Bürger in die konkrete Gestaltung des Areals mit einzubeziehen.

DIGITALE SCHATZSUCHE IN DER NEUSTADT

Actionbound_Neustadtpark

Die Neustadt spielerisch digital entdecken – möglich macht’s die App Actionbound. Die App kann ab sofort kostenlos im App-Store von Apple und im Play-Store von Google heruntergeladen werden. Dann nach dem Spiel „Neustadtpark 2021“ suchen und los geht die digitale Schatzsuche.

Mitarbeiterinnen des Neustadtbüros der Stadt Weißenfels haben gemeinsam mit der Volkshochschule Burgenlandkreis das Spiel entwickelt. Darin nimmt ein neugieriges, abenteuerlustiges Mädchen die Spielerinnen und Spieler mit auf eine Suche nach geheimen Orten in der Neustadt.

Die Begeisterung für digitale Medien verbindet junge Menschen weltweit. Sprachbarrieren können überwunden und Orte erlebbar gemacht werden. Ziele, die Katja Henze, Leiterin des Bereiches Gleichstellung und Integration bei der Stadt Weißenfels, gemeinsam mit ihrem Team vom Neustadtbüro erreichen will: „Wir wünschen uns, dass Kinder und Familien ihren Stadtteil neu entdecken und gemeinsam mit uns eigene digitale Abenteuer erstellen.“ Die Erfahrungen und Anregungen der Nutzer sollen in weiteren digitalen Spielen eingebunden werden. Im Museum Weißenfels, im Heinrich-Schütz-Haus und in der Novalis-Gedenkstätte werden demnächst ebenso digitale Schnitzeljagden, sogenannte Bounds, zur Verfügung stehen. 

Abfallschulung in der Neustadt

Abfallschulung_Neustadt_02

Das Thema Ordnung und Sicherheit erregt immer wieder die Gemüter. Aufgrund regelmäßiger Beschwerden über die Sauberkeit in der Neustadt hat die Weißenfelser Landtagsabgeordnete Elke Simon-Kuch in Kooperation mit der Stadt Weißenfels, der Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd – AöR (AW SAS - AöR) und der Firma Tönnies die Initiative ergriffen und eine Schulung organisiert, um über den Umgang mit Abfall zu informieren und zu sensibilisieren. Mehr als 70 Personen nahmen an der Abfallschulung am 9. Oktober 2021 teil.

Vor allem das Wohngebiet am Kornwestheimer Ring steht im Fokus der Kritiker, die den Bewohnern vorwerfen, die Neustadt zu vermüllen und bei der Entsorgung auch nicht auf die richtige Mülltrennung zu achten. „Wir nehmen diese Anschuldigungen immer wieder wahr. All unsere sowie externe Kontrollen belegen allerdings, dass diese Probleme bei den Adressen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eben nicht besteht“, erläutert Heino Dallmann von der Tönnies Immobilien Services GmbH in Weißenfels. „Wir haben uns diesem Thema schon vor lange Zeit angenommen, und das mit Erfolg“, fügt er hinzu. Um diesen Status zu erhalten, führt die Immobilien-Tochter, die zur Tönnies-Unternehmensgruppe gehört, regelmäßige Kontrollen aber auch Schulungen durch. 

Die Mitarbeiterinnen der AWSAS AöR Frau Stehfest und Frau Hahne führten an praktischen Beispielen die Abfalltrennung vor und gaben Tipps rund um den Umgang mit Müll und der Handhabung des Sperrmülls. Aus den Reihen der Besucherinnen und Besucher kamen etliche Fragen zu konkreten Anwendungen, die mit Beispielen beantwortet werden konnten. „Die rege Teilnahme und das große Interesse haben mir gezeigt, dass es wichtig ist, gemeinsam Aufklärungsarbeit zu leisten. Besonders Menschen, deren Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend sind, müssen an die Hand genommen werden, um eine Integration in unsere Gesellschaft, mit allen Rechten und Pflichten, zu ermöglichen“, unterstrich Elke Simon-Kuch nach der Schulung. „Sauberkeit und Ordnung beschäftigen uns in der Kommunalpolitik wie auf Landesebene. Sie sind ein wichtiger Wohlfühl-Faktor.“ Wer beides erreichen wolle, müsse die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und gute Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Informationsmöglichkeiten, gesamtgesellschaftliches Bewusstsein und eine gute Ausstattung von Ordnungsbehörden schaffen.

Im Anschluss ging es praktisch weiter. Ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken, die die Stadt Weißenfels mitgebracht hatte, sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam Müll am Kornwestheimer Ring. Schnell füllten sich die Säcke und es gab regen Austausch unter den Teilnehmern zu ihren Erfahrungen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Aktion Vorbildcharakter auch für andere Wohngebiete hat.

Die Firma Tönnies begleitete das Vorhaben mit Dolmetschern, um die Vermittlung der Inhalte der Schulung zu erleichtern. „Für uns war und ist das keine Einmalaktion, sondern gelebte Praxis. Die Umsetzung dieses Themas kann nur gelingen, wenn alle Akteure kooperativ zusammenarbeiten“, sagte Heino Dallmann. Er ist verantwortlich für die Unterbringung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Tönnies.  „Unsere und externe Kontrollen haben gezeigt, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht das Müllproblem in der Siedlung verursachen. Dennoch werden wir diese Schulungen weiterhin in regelmäßigen Abständen durchführen und unsere Mitarbeiter unterstützen“, so Heino Dallmann weiter. „Unser gemeinsames Ziel ist mehr Ordnung und Sauberkeit und damit ein besseres Image der Stadt“, verdeutlichten Simon-Kuch und Dallmann unisono.

Maik Trauer, Leiter des Fachbereiches Bürgerdienste, und Katja Henze, Leiterin des Bereichs Gleichstellung und Integration der Stadt Weißenfels, Iwona Kischel vom Neustadtbüro, die Vertreter der AW SAS - AöR und Heino Dallmann vom Tönnies Zerlegebetrieb sowie Elke Simon-Kuch vereinbarten, solche Aktivitäten regelmäßig durchzuführen. Ein Ziel soll es dabei sein, die Bevölkerung im gesamten Stadtgebiet einzubeziehen. Darüber hinaus soll der jährliche Herbst- und Frühjahrsputz reaktiviert werden. „Ich freue mich, dass die Initiative auf große Resonanz gestoßen ist und dass alle an einem Strang gezogen haben. Ein großes Dankeschön an die Firma Tönnies, die Stadt Weißenfels und die AW SAS - AöR für die unkomplizierte Zusammenarbeit“, bedankt sich die Landtagsabgeordnete bei den Beteiligten.

(Text: Elke Simon-Kuch)

Neue Fahrradständer und Papierkörbe

Kulturhaus_Nacht

Die Stadt Weißenfels hat 15 Fahrradständer und 10 Papierkörbe für die Weißenfelser Neustadt bestellt. Sobald die Lieferung da ist, werden die Fahrradständer am Kulturhaus, an der Laurentiuskirche, am Märchenbrunnen und am Neustadtbüro aufgestellt. Die zusätzlichen Papierkörbe bringen Arbeiter an den Beleuchtungsmasten entlang der Merseburger Straße an.  

Die neuen Fahrradständer und Papierkörbe werden ein erstes Ergebnis aus dem Open-Air-Dialog sein, der am 25. Juni 2021 vor dem Neustadtbüro stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung hatten sich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Katja Henze zu einem Rundgang durch die Neustadt verabredet, bei dem sie Ende Juli 2021 geeignete Standorte für die Fahrradständer und Papierkörbe festlegten. Der Anteil an Fußgängern und Fahrradfahrern ist in der Neustadt im Vergleich zu anderen Weißenfelser Stadtvierteln sehr hoch. Die zusätzlichen Papierkörbe sollen es den Fußgängern erleichtern, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Mit den Fahrradständern wird dem Blockieren von Fußwegen durch wild abgestellte Fahrräder entgegengewirkt.

Open-Air Dialog

Open-Air-Dialog_Neustadt

Das Leben im eigenen Stadtviertel mitgestalten. Darum ging es am 25. Juni 2021 beim Open-Air-Dialog am Neustadtbüro. Vor Ort kamen Interessierte mit den Verantwortlichen der Stadt Weißenfels und des Burgenlandkreises ins Gespräch. In lockerer Atmosphäre wurden zunächst erste Ideen zur Gestaltung der Nachbarschaft vorgestellt. Im Anschluss sprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eigene Vorstellungen zur Entwicklung der Neustadt. Was braucht das größte Weißenfelser Stadtviertel? Wie können vor Ort die Lebensbedingungen verbessert werden? Wie lässt sich eine Gemeinschaft schaffen?

Der Open-Air-Dialog am Neustadtbüro war eine Fortführung der Umfrage zur Weißenfelser Neustadt, die von Mitte Januar bis Ende März 2021 durchgeführt wurde. Mehr als 1.040 Personen hatten sich an der Befragung beteiligt. Dabei hatten sich Themen herauskristallisiert, die für die Bürgerinnen und Bürger wichtig sind. Der Bürgerdialog bot die Möglichkeit, diese und weitere Aufgabenfelder konkret zu besprechen.

Einen Rückblick mit allen Ergebnissen des Open-Air-Dialogs finden sie im unten stehenden Dokument.

ERGEBNISSE DER UMFRAGE ZUR NEUSTADT

Neustadt_Neumarkt_Wohnblock

Lebt es sich gut in Weißenfels? Welche Angebote machen die Stadt lebenswert und welche wären in Zukunft noch wünschenswert? Bürgerinnen und Bürger konnten von Januar bis Ende März 2021 ihre Meinung und Ideen in einer Umfrage mitteilen. Den digitalen Fragebogen hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Burgenlandkreises und des Neustadtbüros der Stadt Weißenfels erstellt. Unterstützt wurde das Projekt durch das Förderprogramm „Land.Zuhause.Zukunft – Integration und Teilhabe von Neuzuwanderern in ländlichen Räumen“ der Robert Bosch Stiftung. Das Team wollte herausfinden, ob und inwieweit die bereits bestehenden Beratungsmöglichkeiten in Weißenfels in Anspruch genommen werden. Mithilfe der Ergebnisse sollen die Beratungs- und Unterstützungsangebote bedarfsorientiert verbessert werden.

Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie im unten stehenden Dokument.

Fashion-Statement: Neustadt-Shirt sichern

Neustadt Shirt

Das Gloria und das große Hochhaus sind die prägenden Gebäude in der Neustadt. Sie zieren deshalb die Neustadt-Shirts, die der Kinder-, Jugend- und Familientreff „Die Brücke“ entworfen hat. Die Schriftzüge „Neustadt“ oder „Neustadtkind“ vollenden den Aufdruck. Für die Produktion der Shirts kommt die Siebdruckmaschine der Stadt Weißenfels zum Einsatz. Wer seine Verbundenheit zur Neustadt zum Ausdruck bringen möchte und Interesse an einem Shirt hat, meldet sich bei den Brücke-Mitarbeitern (Telefon: 03443 3381949, E-Mail: mario.kabisch-boehme@caritas-naumburg-zeitz.de ).

Papierkörbe für die Weißenfelser Neustadt

Neustadtpark © Katharina Vokoun

Was lange währt, wird endlich gut. In der Weißenfelser Neustadt wurden Anfang November 2021 zehn Papierkörbe aufgestellt. Bereits Anfang August 2021 hatte der städtische Bauhof die Papierkörbe bestellt. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten verzögerte sich jedoch die Umsetzung des Vorhabens. Acht Papierkörbe haben Arbeiter an den Beleuchtungsmasten entlang der Merseburger Straße zwischen Kulturhaus und Neustadtpark angebracht. Weitere Papierkörbe wurden am Märchenbrunnen und am Überweg zur Tagewerbener Straße aufgestellt.

Neben den Papierkörben hatte die Stadt Weißenfels auch 15 Fahrradständer für die Neustadt bestellt. Diese werden ab 12. November 2021 am Kulturhaus, an der Laurentiuskirche, am Märchenbrunnen und am Neustadtbüro aufgestellt. Zudem werden Arbeiter am Fußweg neben dem Lidl-Supermarkt Umlaufsperren errichten, um zu verhindern, dass Autos diesen Weg als Abkürzung zwischen Merseburger Straße und Tagewerbener Straße nutzen.

Die neuen Fahrradständer und Papierkörbe sind ein Ergebnis aus dem Open-Air-Dialog, der am 25. Juni 2021 vor dem Neustadtbüro stattfand. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten sich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Katja Henze zu einem Rundgang durch die Neustadt verabredet, bei dem sie Ende Juli 2021 geeignete Standorte für die Fahrradständer und Papierkörbe festlegten. Der Anteil an Fußgängern und Fahrradfahrern ist in der Neustadt im Vergleich zu anderen Weißenfelser Stadtvierteln sehr hoch. Die zusätzlichen Papierkörbe sollen es den Fußgängern erleichtern, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Mit den Fahrradständern wird dem Blockieren von Fußwegen durch wild abgestellte Fahrräder entgegengewirkt.