Gutachter prüfen Grabmale der Weißenfelser Friedhöfe
Eine Standsicherheitsprüfung der Grabmale findet vom 11. bis 13. Mai 2026 in Weißenfels statt. Die Prüfung beginnt auf dem Weißenfelser Friedhof Am Sausenhölzchen und wird dann im Laufe der Woche auf den Friedhöfen in den Ortschaften fortgesetzt. In der Kernstadt und in den Ortschaften verfügt Weißenfels über insgesamt 16 Friedhöfe. Die Begutachtung erfolgt während des laufenden Betriebs.
Um eine objektive und für die Steine schonende Messung zu garantieren, kommt ein spezielles Messgerät zum Einsatz. Anders als bei der oft kritisierten manuellen „Rüttelprobe“ übt das Gerät für zwei Sekunden einen konstanten Druck von 300 Newton (entspricht etwa 30 Kilogramm) auf das Grabmal aus. Steine, die dieser Belastung standhalten, gelten als sicher. Grabsteine, die diese Prüfung nicht bestehen, werden mit einem Aufkleber markiert. Bei extremer Umsturzgefahr können die Mitarbeiterinnen der Friedhofsverwaltung eine sofortige Absicherung veranlassen. Das eigenmächtige unautorisierte Entfernen der vorgenommenen Kennzeichnung oder Sicherung an den Grabmalen kann zu neuen Gefahrenquellen führen. Der Verursacher haftet in diesem Fall vollumfänglich für potentielle Schäden.
Die Stadt Weißenfels hat eine Verkehrssicherungspflicht und muss jährlich eine Standsicherheitsprüfung der Grabmale durchführen. Durch die Maßnahme werden potenzielle Gefahrenquellen, etwa durch umstürzende Grabsteine, frühzeitig beseitigt und so die Sicherheit der Friedhofsbesucherinnen und -besucher gewährleistet. Wird ein Mangel festgestellt, informiert die Friedhofsverwaltung die Nutzungsberechtigten schriftlich und fordert sie dazu auf, beim Steinmetz die Sicherheit des Grabmals wiederherstellen zu lassen.