Weißenfelser Doppelhaushalt ist genehmigt
Die Kommunalaufsichtsbehörde des Landes Sachsen-Anhalt hat am 11. Dezember 2025 den Doppelhaushalt 2025/ 2026 der Stadt Weißenfels bestätigt. Darüber informierte Oberbürgermeister Martin Papke im Stadtrat. Mit Erscheinen des Amtsblattes am 19. Dezember 2025 erhält der Doppelhaushalt seine Gültigkeit.
Das Gesamtvolumen des Haushaltes beträgt im Ergebnisplan für das Jahr 2025 etwa 91,4 Millionen Euro und für das Jahr 2026 etwa 92 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag der Erträge liegt im Jahr 2025 bei etwa 74,9 Millionen Euro und im Jahr 2026 bei etwa 91,2 Millionen Euro. Der Doppelhaushalt 2025/ 2026 ist damit nicht ausgeglichen. Das Defizit beträgt im Jahr 2025 knapp 16,5 Millionen Euro und im Jahr 2026 knapp 733.000 Euro. Unter Verwendung von Rücklagen aus den vergangenen Jahren konnte die Stadt Weißenfels den Haushalt ausgleichen. Die Stadträte hatten den Doppelhauhalt in der Sitzung am 13. November 2025 beschlossen.
Wesentlicher Grund, weshalb der Doppelhaushalt den Stadträten erst im November 2025 zum Beschluss vorgelegt werden konnte, waren die noch ausstehenden Jahresabschlüsse der Jahre 2013 bis 2023. Die Stadt Weißenfels musste die Erstellung der ausstehenden Jahresabschlüsse priorisieren. Die Arbeitsanweisung von Oberbürgermeister Martin Papke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung lautete deshalb: Jahresabschlüsse vor Haushaltsplanung. Eine harte aber unausweichliche Entscheidung, denn mit der Änderung des Kommunalverfassungsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt galt ab dem Jahr 2025: Nur wenn dem Rechnungsprüfungsamt prüffähige Jahresabschlüsse überreicht werden, kann die Kommunalaufsichtsbehörde des Landes Sachsen-Anhalt die Genehmigung für eine Haushaltssatzung erteilen. Ermessenspielräume – wie bisher – gab es nicht mehr. Hätten die Jahresabschlüsse der Stadt Weißenfels für die Jahre 2013 bis 2023 nicht pünktlich vorgelegen, wäre der Haushalt 2025 nicht genehmigungsfähig gewesen.
„Wir mussten nachholen, was die vergangenen 20 Jahre nicht umgesetzt wurde“, sagte Martin Papke und bedankte sich bei allen Beteiligten für die unermüdliche Arbeit. „Es war ein Kraftakt und die Kolleginnen und Kollegen standen erheblich unter Strom. Unaufgefordert wurde auch an den Wochenenden gearbeitet, damit wir unser gemeinsames Ziel erreichen können“, sagte der Oberbürgermeister. Aufgrund der späten Beschlusslage hat sich die Stadt Weißenfels erstmals für die Erstellung eines Doppelhaushalts entschieden, um für das Jahr 2026 eine strategische Leistungsfähigkeit zu ermöglichen.