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Datum: 18.02.2026

Haushaltssperre für Weißenfels vorerst abgewendet

Der Weißenfelser Oberbürgermeister Martin Papke muss vorerst keine Haushaltssperre für das Jahr 2026 erlassen. Nach Gesprächen mit dem Landrat, Vertretern der Kreisverwaltung und Kreisräten gibt es positive Signale in Bezug auf die zu erwartende Kreisumlage. Die Stadt Weißenfels bleibt folglich mit ihrem Doppelhaushalt 2025/ 2026 weiterhin handlungsfähig.

Die Kreisumlage ist eine Abgabe, welche der Burgenlandkreis von allen kreisangehörigen Gemeinden erhebt. Der Landkreis deckt mit dem Geld einen großen Teil seines Finanzbedarfs. Die Kreisumlage wird jährlich durch den Kreistag festgesetzt und über Umlagesätze berechnet. Festgesetzt werden Umlagesätze für die Schlüsselzuweisungen vom Land Sachsen-Anhalt aus dem Finanzausgleichgesetz (FAG), die Grundsteuer A, die Grundsteuer B, die Gewerbesteuer, die Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer.

Für den Doppelhaushalt 2025/2026 hat die Stadt Weißenfels als Berechnungsgrundlage die Umlagesätze aus dem Jahr 2025 genutzt. Es wurde folglich mit einer Kreisumlage in Höhe von etwa 13,4 Millionen Euro gerechnet.

Mit Vorliegen des Haushaltsentwurfs des Burgenlandkreises wurden im Januar 2026 die neuen Umlagesätze bekannt. Ergebnis: Jeder einzelne Umlagesatz wurde erhöht. Für die Stadt Weißenfels besonders problematisch: Bei den Töpfen, aus denen die Stadt Weißenfels einen großen Teil ihrer Einnahmen generiert, wurden die Umlagesätze besonders stark erhöht. Konkret geht es um die Einnahmen aus dem FAG, Gewerbesteuer und Einkommenssteuer. Allein bei diesen drei Posten ergäbe sich für die Stadt Weißenfels eine Abweichung in Höhe von etwa 3,6 Millionen Euro zwischen den Umlagesätzen im Jahr 2025 und den jetzt geplanten Umlagesätzen für das Jahr 2026.

Entsprechend des aktuellen Haushaltsentwurfes des Burgenlandkreises müsste die Stadt Weißenfels für das Jahr 2026 eine Kreisumlage in Höhe von etwa 17,6 Millionen Euro zahlen. Das würde einer Abweichung von 4,2 Millionen Euro zu der Planung im Doppelhaushalt 2025/ 2026 der Stadt Weißenfels entsprechen. Für die Stadt Weißenfels wäre das ein herber Rückschlag, weil unter diesen Umständen eine Haushaltssperre unausweichlich wäre und der Saalestadt eine interne Konsolidierung in Vorbereitung auf die Folgejahre bevorstehen würde.