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Datum: 17.03.2026

Veranstaltung klärt über Peri-Menopause auf

Die Wechseljahre - allein in Deutschland sind etwa elf Millionen Frauen betroffen und trotzdem ist das Thema noch immer oft ein Tabu. Zeit das zu ändern, dachte sich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weißenfels Katja Henze und nahm die Veranstaltung „Peri Meno“ in das Programm des diesjährigen Weißenfelser Frauenmonats auf. Interessierte Menschen sind am 23. März 2026, um 18 Uhr zu einer Buchlesung mit anschließendem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Autorin Rinah Lang stellt ihr Buch „Peri Meno“ vor, in dem sie authentisch über ihre persönlichen Erfahrungen berichtet und diese mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen koppelt. Dabei beleuchtet sie nicht nur körperliche und emotionale Herausforderungen, sondern auch den Einfluss von gesellschaftlichen Erwartungen, Altersdiskriminierung und Schönheitsidealen. Einen medizinischen Einblick in die Peri-Menopause ermöglicht an dem Abend die Weißenfelser Gynäkologin Dr. med. Nadine Homagk. Mit den Gästen möchten die beiden im Anschluss ins Gespräch kommen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten: https://eveeno.com/267630831

„Mit der Veranstaltung möchten wir aufklären und informieren. Viele Frauen erleben Veränderungen in ihrem Körper, ohne zu wissen, was dahintersteckt und welche Möglichkeiten zur Linderung von Beschwerden es gibt. Uns geht es vor allem um die Entstigmatisierung der Peri-Menopause. Denn diese Frauen sind nicht krank. Die Wechseljahre müssen als Teil des Frauenlebens erkannt und anerkannt werden“, sagt Katja Henze. Eine Aufklärungsarbeit, die wichtig ist, denn unbeachtete und unbehandelte Wechseljahr-Beschwerden haben für die Gesellschaft enorme Konsequenzen. Die Peri-Menopause beginnt etwa mit 40 Jahren. Die Menopause setzt bei den meisten Frauen Mitte 50 ein. Etwa 88 Prozent der Frauen in diesem Alter sind beruflich tätig. Professorin Andrea Rumler von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin hat in einer breitangelegten Studie belegt, dass aufgrund körperlicher Symptome jede dritte Frau länger krank ist und etwa jede vierte Frau ihre Arbeitszeit reduzieren möchte. Jede zweite Frau über 55 Jahren denkt über einen vorzeitigen Renteneintritt nach. Die Forscherin kommt zu dem Ergebnis, dass der volkswirtschaftliche Schaden im Milliardenbereich liegt. „Das zeigt deutlich: Die Wechseljahre sind nicht nur Privatangelegenheit der Frauen, sondern das Thema geht uns alle an“, sagt Katja Henze.