Amerikanische Faulbrut bei Bienen im Burgenlandkreis aufgetreten - Landkreis erlässt Allgemeinverfügung
Bei einer Bienenhaltung in Heuckewalde an der Grenze zum Landkreis Greiz und der kreisfreien Stadt Gera ist am 27. März 2026 bei einer freiwilligen Untersuchung die Amerikanische Faulbrut amtlich festgestellt worden. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Burgenlandkreis hat daraufhin sofort Maßnahmen zur Bekämpfung der Bienenseuche sowie zur Verhinderung einer Ausbreitung auf weitere Bienenvölker und Bienenhaltungen ergriffen. Folglich hat der Burgenlandkreis am 1. April 2026 eine Allgemeinverfügung erlassen, die bis auf Weiteres gültig sein wird.
In dieser wird festgelegt, dass um den Ausbruchsort eine Schutzzone mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet wird. Die Schutzzone umfasst nicht nur Gebiet des Burgenlandkreises, sondern auch des Landkreises Greiz und der kreisfreien Stadt Gera. Die Allgemeinverfügung des Veterinäramtes betrifft jedoch nur den Burgenlandkreis. In der Sperrzone befindet sich der Ort Heuckewalde. Ob die Landkreise in Thüringen das Sperrgebiet per Allgemeinverfügung ebenfalls ausweisen werden, liegt in deren Verantwortung.
Alle Bienenstände, die sich innerhalb dieser Schutzzone befinden, müssen unverzüglich dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Burgenlandkreises gemeldet werden - vorzugsweise per E-Mail an veterinaeramt@blk.de . Der genaue Standort und die Völkerzahl sind genau anzugeben. Diese Bienenvölker werden im Anschluss amtstierärztlich untersucht.
Die Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite des Burgenlandkreises unter https://www.burgenlandkreis.de/de/amtliche-bekanntmachungen/amtliche-bekanntmachung-amerikanische-faulbrut-im-burgenlandkreis.html einsehbar.
Hintergrund:
Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sie wird von dem sporenbildenden Bakterium Paenibacillus larvae verursacht. Der Erreger befällt die Bienenlarven und führt schnell zu deren Absterben, wodurch Völker großen Schaden nehmen können. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, verbreiten sie aber über ihr Haarkleid oder über das Futter und führen so die Infektionskette fort. Es sind dann in den Brutwaben weder Larven noch Puppen anzutreffen, sondern nur eine kaffeebraune, fadenziehende Masse.
In der Folge kann ein Bienenvolk innerhalb kurzer Zeit verenden. Meist gelangt der Erreger über kontaminierten Honig wie Honigreste in Honiggläsern oder Waben in den Bienenstock und wird über Bienenkontakt, Ausrüstungsgegenstände und Futteraustausch verbreitet.
Wichtig:
Für Menschen ist die Amerikanische Faulbrut ungefährlich, Honig oder andere Bienenprodukte können bedenkenlos verzehrt werden.